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TÖRN 106.17 – Position 17.03.2017

Liebe Daheimgeblieben.

Es ist der dritte Tag unserer Reise, kurz vor 14:00 Uhr. Draußen strahlend blauer Himmel, 30 Grad Außentemperatur und wir genießen alle die Zeit an Bord. Okay, mittlerweile genießen wir alle. Gestern Abend, so ab 20:00 Uhr gab es dann doch das eine oder andere grüne Gesicht und so war die eh ziemlich kleine 0-4 Wache auch ganz schön personell dezimiert. Das führte dann auch dazu, dass das berühmte Kartoffeln schälen nicht während der Wache sondern erst im Anschluss daran stattfinden konnte. Dank dieses Einsatzes der übrig gebliebenen 0-4 er gab es heute pünktlich zum Mittag eine weitere kulinarische Überraschung aus der Kombüse.  Da ging es auch allen an Bord schon wieder richtig gut und statt der grünen Farbe in den Gesichtern leuchtet nun wieder der Sonnenbrand, der doch einigen große Probleme macht. Die meisten verwenden LSF 50. Aber: Sonnenbrand ist immer noch besser als ein flauer Magen. Mit rotem Kopf kann man wenigsten noch die Reise genießen und den Ereignissen an Bord folgen.

Heute Morgen gab es eine Halse und eine Brandabwehrübung. Binnen kurzer Zeit war die Vollzähligkeit festgestellt.  Vermisst wurde niemand. Aber aus der Messe wurde Rauch und beißender Geruch gemeldet. Ganz schnell gab es dann Entwarnung vom Brandabwehrtrupp. Der Toaster wurde als Brandursache ausfindig gemacht und somit konnte der Brand schnell gelöscht werden. Parallel dazu kamen sämtliche Feuerwehrschläuche zum Einsatz und von Steuerbord gingen Wasserfontänen ins Meer. Offiziell würde es heißen: Löschwasser an Oberdeck zur Kühlung der Kunststoffhaut.

Die 4- 8 Wache konnte von den ersten Wachzeiten eine Menge berichten. Abends erst ein offenbar Sagen umwobener Regenbogen und dann ein für uns „Nordlichter“ anders daherkommender Sternenhimmel. Ohne Mond war die Milchstraße ein Spektakel. Am Morgen dann ging es gegen 4:20 Uhr auf: DAS Kreuz des Südens. Für viele war es das erste Mal, dass sie es sehen konnten. Leider zogen dann ein paar Wolken davor, so dass wir bis morgen früh warten müssen, bevor wir wieder eine Chance haben, einen Blick darauf zu erhaschen. Dank Steuermann Thomas wissen wir nun auch um das Sternbild Skorpion. Er erzählt gern und ausführlich über die Sternbilder des Südens.

Und dann wurden die ersten Fliegenden Fische gesichtet. Nun denn, wo ein Fliegender Fisch ist, sind Delfine nicht weit. Ich persönlich habe auch noch keinen gesehen…leider. Aber mir wurde berichtet, dass bereits einer gesehen wurde. Einer?!?! Okay…da ist noch Luft nach oben. Da können wir uns ganz bestimmt in den nächsten Tagen noch auf sehr viel mehr Delfine freuen.

Aber jetzt freuen wir uns erst einmal auf die grandiose Geburtstagstorte für unser Geburtstagskind Robert. An dieser Stelle sei schon mal erwähnt: Auf dieser Reise haben wir 4 Geburtstage zu feiern. Das lässt echte Tortenschlachten vermuten. Dazu dann später mehr.

Bis dahin bewegen wir uns erst einmal weiter etwa 25 SM nördlich von Aruba. Auf unserem Weg dorthin haben wir bisher 130 SM hinter uns gebracht und davon lediglich 2 mit Maschine. Drückt alle mit uns die Daumen, dass wir genau so ein Segelwetter auch weiterhin haben und wir auf dieser Reise ganz viel Sailtraining machen können.

Viele  Grüße vom Kaptän Wolfgang und seiner Crew sowie Andrea